So wichtig ist die Raumluft für unsere Gesundheit

Zimmer wird gelüftet
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Immer wieder wird betont, wie schlecht unsere Luft ist, insbesondere in den großen Städten und Ballungszentren. Smog und hohe Ozonwerte machen uns zu schaffen, reizen die Atemwege und können diverse Krankheiten begünstigen. Doch nicht nur über die Außenluft sollten wir uns Gedanken machen, sondern auch über die Luft in unseren heimischen Räumen. Ihre Qualität ist besonders wichtig, schließlich halten wir uns in der Regel den größten Teil des Tages in den Innenräumen auf.

Grund genug also, uns hier einmal etwas näher mit jenen Faktoren zu beschäftigen, welche die Luftqualität maßgeblich beeinflussen und gleichzeitig aufzuzeigen, wie diese verbessert werden kann.

Welche Faktoren verschlechtern die Luft in unseren Räumen?

Grundsätzlich gilt: Jene Partikel, die man sehen kann, sind in der Regel die ungefährlicheren. Gefährlicher sind die für das menschliche Auge unsichtbaren Partikel. Diese schwebenden Kleinstpartikel können bis zu 0,3 Mikrometer klein sein. Sie sind teilweise so klein, dass sie – einmal eingeatmet – nicht mehr ausgeatmet werden können und so im Körper verbleiben. Allerdings ist es in diesem Zusammenhang wichtig zu wissen, dass nicht alle Feinstaubpartikel schädlich sind. Einige sind es aber eben doch.

Zu den Partikeln, die wir regelmäßig einatmen, gehört nicht nur Staub, sondern auch schädliche Stoffe wie etwa Bakterien, Viren, (Tier-)Haare, Rauch, Milbenkot, Pollen, Feinstaub, etc. Bakterien und Viren suchen sich z. B. gerne schwebende Staubpartikel als Träger, um über diesen Weg in die menschliche Lunge zu gelangen.

Die Konzentration an Partikeln in der Innenraumluft ist häufig 4 – 5 Mal so hoch wie in der Außenluft. Gleichzeitig verbringen wir bis zu 90 % unserer Zeit in Innenräumen. Die WHO geht davon aus, dass knapp 3 % aller Zivilisationserkrankungen auf dauerhaft schlechte Raumluft zurückzuführen sind. Die Räume lüften kann kurzzeitig helfen, bringt aber auch die Gefahr mit, dass neue Partikel wie Pollen, Feinstaub oder Gerüche von außen hereinströmen.  

Was ein Luftreiniger bewirken kann

Angesicht dieser besorgniserregenden Fakten stellt sich die Frage, was man tun kann, um die Raumluft im eigenen Zuhause zu verbessern. Mehr lüften? Bringt keine wirkliche Verbesserung. Die Lösung heißt „Reiniger“! Ein kleines Gerät, das die Raumluft ansaugt, reinigt und anschließend wieder ausstößt. Diese Luftreiniger befreien die Raumluft  je nach Technik bis zu 99 % von Staub, Tabakrauch, Pollen, Milbenallergenen, Schimmelsporen, Tierhaaren, Schadstoffen und schlechten Gerüchen. 

Bei der Anschaffung sollten jedoch ein paar Dinge beachtet werden. Grundsätzlich lässt sich die Leistung von verschiedenen Luftreiniger-Modellen mit Filtern in der gereinigten Luftmenge in Kubikmeter pro Std. (m³/Std.) vergleichen. Die Leistung eines Luftreinigers sollte dabei auf die Raumgröße und den jeweiligen Schadstoff abgestimmt werden. Als Faustformel für die richtige Größe von Luftreinigern wird das Raumvolumen in m³, also Länge x Breite x Höhe zugrunde gelegt. Bei gewöhnlichen Schadstoffen wie Pollen, Staub, etc. sollte die Leistung des Luftreinigers pro Std. ca. 3 – 5 Mal höher sein als das Raumvolumen. Bei stärkeren Belastungen, wie etwa durch Tabakrauch, empfiehlt es sich, ein Gerät mit einer Leistung zu wählen, die pro Std. ca. 6 – 10 Mal höher ist als das Raumvolumen.

Dazu ein Beispiel: Ein geeigneter Luftreiniger für einen Raum mit 20 m² Größe und 2,5  m Deckenhöhe (= 50m³ Gesamt-Raumvolumen) sollte bei normaler Belastung eine Leistung von ca. 200 – 300m³ pro Std. (bei Tabakrauch ca. 500 m³ pro Stunde) haben, um eine optimale Wirkung zu erzielen.

Neben der Anschaffung eines Luftreinigers können einige weitere Kniffe dazu beitragen, die Raumluft dauerhaft zu verbessern. Wichtig ist es in diesem Zusammenhang, stets auf die passende Luftfeuchtigkeit in der Wohnung zu achten. Der optimale Wert liegt hier für Wohnräume bei 40 – 60 %. Gerade in älteren Gebäuden weicht der tatsächliche Wert oft davon ab, was z. B. gesundheitsschädliche Schimmelbildung zur Folge haben kann. Zur Regulierung gibt es im Handel Geräte zur Luftbefeuchtung und -entfeuchtung zu kaufen.