Joghurt – ist er wirklich so gesund für uns?

Joghurt mit Beeren
Foto: bhofack2 / depositphotos.com

In der Werbung wird Joghurt oft als wahres Wundermittel angepriesen. Laut Werbeversprechen sollte man sich am besten vor allem an die Sorten mit den ganz speziellen drehenden Milchsäurebakterien für den 3fachen Preis halten – denn nur die versprechen „Heilung“…

Aber was ist denn nun wirklich dran – ist Joghurt denn gesund?

Joghurt besteht vor allem einmal aus Milch und auch wenn es in letzter Zeit auch immer wieder Diskussionen um die Milch gibt, hat sie doch wertvolle Inhaltsstoffe wie zum Beispiel:

Kalzium (gut für die Zähne und Knochen)

Vitamine (vor allem Vitamin B12, wichtig für die Blutbildung)

Eiweiß (gut für die Muskulatur und wertvoller Energielieferant)

Omega 3 Fettsäuren (für die Durchblutung)

Nützliche Bakterien im Joghurt sind hitzeempfindlich

Diese wertvollen Inhaltsstoffe finden sich natürlich auch im Joghurt wieder. Außerdem kommen hier zusätzlich auch noch nützliche Bakterien mit dazu, die sich positiv auf die Verdauung auswirken können. Vorausgesetzt Sie vertragen Milchprodukte. Allerdings sind diese Bakterien vor allem dann für die Verdauung hilfreich, solange sie auch noch am Leben sind. Das heißt, wenn Sie den Joghurt erhitzen, zum Beispiel beim Kochen mit in die Soße geben, können Sie nicht mehr von den zugesetzten Bakterien für Ihre Verdauung profitieren.

Bakterienkulturen, die der Milch bei der Joghurtzubereitung zugesetzt werden, sind echte Sensibelchen, was Hitze angeht. Wenn die Bakterien über 45 °C erhitzt werden, sterben sie ab und können so nicht mehr nützlich für unsere Verdauung sein.

Auf künstliche Zusatzstoffe und Zucker besser verzichten

Sehen Sie sich doch einmal im Kühlregal Ihres Supermarkts in der Milchabteilung um… Es gibt inzwischen Unmengen der unterschiedlichsten Joghurt- und Milchprodukte. Nicht alle davon sind nützlich für unsere Gesundheit. Wenn Sie einen Blick auf die Zutatenliste werfen, werden Sie erstaunt sein, was sich da alles findet. Und damit meine ich nicht nur den sehr hohen Zuckeranteil, sondern auch natürliche und künstliche Aromastoffe und andere kaum aussprechbare Zutaten.

Diese Art von Joghurt,- und Milchprodukten wären wohl besser gekühlt im Süßigkeiten Regal aufgehoben… Wenn Sie diese fertigen Joghurts gerne essen spricht natürlich nichts dagegen. Sie sollten sich nur bewusst sein, dass es sich hier eher um ein Dessert handelt und nicht um ein wirklich gesundes, natürliches Lebensmittel. Deshalb wäre es ratsam mit diesen Joghurtprodukten sparsam umzugehen, wie zum Beispiel mit Schokolade.

Naturjoghurt ist die gesündere Wahl

Am besten kaufen Sie Naturjoghurt mit einem natürlichen Fettanteil. Wenn Sie den Joghurt nicht gerne pur genießen möchten, können Sie nach Herzenslust frische Früchte, Nüsse oder auch etwas Honig mit dazu geben. Joghurt schmeckt übrigens auch „deftig“ zubereitet sehr lecker. Dazu geben Sie eine Prise Salz, Pfeffer und frische Kräuter mit dazu und essen den Kräuterjoghurt aufs Brot oder als Dip zu knackigem Gemüse.

Joghurt selber machen ist ganz einfach

Wussten Sie eigentlich, dass man Joghurt ganz leicht selbst herstellen kann? Dafür brauchen Sie nur 1 Liter Milch und einen Becher (150 ml) Naturjoghurt zum „impfen“. Dazu noch Wärme (Wärmflasche, Backofen oder noch viel einfacher Joghurtbereiter) und ca. 10 Stunden Geduld.

Hier gibt es noch viel mehr zum Thema: Joghurt selber machen

Mit dem selbstgemachten Joghurt haben Sie die volle Kontrolle über die Zutaten. Sie können zum Beispiel auch laktosefreie Milch benützen, wenn Sie Schwierigkeiten mit dem Milchzucker haben. Oder Sie nehmen ganz frische Milch aus der Milchtankstelle – damit bekommen Sie wunderbar leckeren, schnittfesten Joghurt mit einem ganz natürlichen Fettgehalt.