Gesundheit – wieviel PC-Arbeit ist gesund

Computer-Arbeitsplatz
Wer viel am PC arbeitet, benötigt einen ergonomischen Arbeitsplatz - Foto: CorDesign / depositphotos.com

Die Arbeit am PC gehört für viele Menschen zum Alltag. Ein falsch gestalteter Arbeitsplatz, unpassende Bildschirmeinstellungen, fehlende Beleuchtung und eine ungünstige Sitzhaltung können jedoch gesundheitliche Probleme verursachen. Wichtig ist es deshalb, ein gesundes Arbeitsumfeld zu schaffen und das Arbeitsschutzgesetz zu beachten. Es kommt also nicht darauf an, wie viel am PC gearbeitet wird, sondern unter welchen Bedingungen!

Gesundheitliche Risiken

Viele Beschäftigte sitzen stundenlang an Ihrem Schreibtisch vor dem PC. Die starke Belastung kann zu trockenen Augen, Augenbrennen, verminderter Sehleistung und Kopfschmerzen führen. Durch die Zwangshaltung verkrampft die Muskulatur. Schmerzhafte Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich sowie Rückenschmerzen sind die Folge. Langfristig kann der Bewegungsmangel zu Haltungsproblemen, Übergewicht und Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen. Ein gut eingestellter Arbeitsplatz, der entspanntes Sehen zulässt und die Bewegungsfreiheit nicht eingrenzt, ist deshalb sehr wichtig.

Die Arbeitsstättenverordnung und das Arbeitsschutzgesetz

Der Arbeitgeber ist stets verpflichtet zu ergründen, welche Arbeitsschutzmaßnahmen in seinem Unternehmen erforderlich sind. Das gilt auch für Bildschirmarbeitsplätze. Ein solcher Arbeitsplatz liegt vor, wenn der Arbeitsraum mit Bildschirmgeräten ausgestattet ist. Fast jeder Büroarbeitsplatz ist also ein Bildschirmarbeitsplatz, aber auch Arbeitsplätze in der Produktion können als solche gelten. Eine Mindestbeschäftigungszeit für die Bildschirmarbeit gibt es nicht.

In der Arbeitsstättenverordnung wird beschrieben, wie diese Arbeitsplätze zu gestalten sind. Sicherheit und Gesundheitsschutz müssen gewährleistet sein. Der Arbeitgeber ist verpflichtet, bestimmte Anforderungen, die an einen solchen Arbeitsplatz gestellt werden, zu erfüllen.

Die Verordnung zeigt die allgemeinen Anforderungen an die Bildschirmarbeitsplätze und an die Bildschirmgeräte bei unterschiedlicher Verwendung und die Anforderungen an die Benutzerfreundlichkeit der Bildschirme, Eingabegeräte und der Software an. Arbeitnehmer und Arbeitgeber sollten mit diesem Gesetz vertraut sein.

Schreibtisch, Stuhl und Monitor

Ein nach ergonomischen Gesichtspunkten eingerichteter Arbeitsplatz erleichtert die Bildschirmarbeit und beugt Beschwerden vor. Der Schreibtischstuhl darf die Bewegungsfreiheit nicht einschränken. Um ein starres Sitzen zu vermeiden, sollte die Lehne eine Wippfunktion haben. Die Höhe ist so einzustellen, dass Ober- und Unterschenkel in etwa einen rechten Winkel beim Sitzen bilden.

Der Tisch sollt in der Höhe so eingestellt sein, dass die aufgelegten Unterarme zum Oberarm ebenfalls einen rechten Winkel bilden. Ist es nicht möglich, die Tischhöhe zu verstellen, ist eine Fußstütze erforderlich. Die Armstützen am Stuhl müssen auf Tischhöhe eingestellt sein. Auf der Tastatur sollte mit flach aufliegenden Handballen gearbeitet werden können. Der Blick trifft beim Geradeaussehen auf die Oberkante des Monitors. Es ist von Vorteil, wenn der Bildschirm beweglich sowie dreh- und neigbar ist.

Die Sehbelastung reduzieren

Der Bildschirm ist in Blickrichtung parallel zum Fenster aufzustellen. Das vermeidet Spiegelungen, die eine große Belastung für die Augen sein können. Eine natürliche Beleuchtung durch Fenster ist von Vorteil, sofern es kein zu sonniges Fenster ist. Denn große Helligkeitsunterschiede zum Bildschirm müssen vermieden werden. Sind künstliche Lichtquellen erforderlich, sollten diese ebenfalls parallel zur Blickrichtung aufgestellt oder installiert sein. Starke Kontraste, blendendes natürliches oder künstliches Licht und Spiegelungen auf Tisch, Tastatur und Monitor sind ungünstig. Ein zu heller Lichteinfall lässt sich durch Jalousien oder Trennwände regulieren.

Der Sehabstand zum Monitor, es kommt auf die Größe an, sollte zwischen 50 und 80 Zentimetern liegen. Die Zeichen müssen gut erkennbar und ausreichend groß sein. Der Bildschirm muss flimmerfrei arbeiten.

Einer Überanstrengung der Augen kann eine Bildschirmarbeitsplatzbrille entgegenwirken. Der Arbeitgeber muss, so die gesetzliche Arbeitsschutzregelung, einen Teil der Kosten tragen, wenn eine entsprechende Bescheinigung für die Notwendigkeit vorliegt. Auch der dazu erforderlichen Sehtest ist vom Arbeitgeber als arbeitsmedizinische Vorsorge anzubieten.

In Bewegung kommen

Auch wenn die gesundheitlichen Risiken, die ein Bildschirmarbeitsplatz mit sich bringt, durch die Arbeitsstättenverordnung minimiert werden können, ist es wichtig, selbst die Initiative zu ergreifen und für einen Ausgleich zu sorgen. Kurze Pausen mit Bewegungsübungen, ein kleiner Spaziergang in der Mittagspause, im Stehen telefonieren oder ein gelegentlicher Blick aus dem Fenster wirken entlastend. Wer einer sitzenden Tätigkeit nachgeht, sollte sich in der Freizeit ausreichend sportlich betätigen.