Jeder Mensch kennt Situationen, in denen er zittern muss. Sei es aufgrund der kalten Temperaturen, aus Angst oder Aufregung. Doch was ist Zittern überhaupt? Ganz einfach: Es handelt sich hierbei um eine ganz natürliche Funktion des menschlichen Körpers. Das gilt jedoch nur, wenn das Ganze im Rahmen bleibt. Bei vielen Menschen wird das Zittern jedoch mit der Zeit stärker und damit zu einem echten Problem. Genau diesem wollen wir uns hier einmal annehmen.
Jeder Mensch zittert!
Jeder Mensch zittert. Immer und überall. Allerdings sind die diesbezüglichen Bewegungen so geringfügig, dass man sie in der Regel kaum bemerkt. Man spricht hierbei auch vom physiologischen Tremor. Dieser wird ausgelöst durch sämtliche Muskelbewegungen im Körper, welche sich in Form hochfrequenter Schwingungen bemerkbar machen. Mit dem bloßen Auge sind diese Schwingungen und das daraus resultierende Zittern kaum zu bemerken. Mit kleinen Tricks kann man sie allerdings sichtbar machen. Bei manchen Menschen reicht es schon, den Zeigefinger auszustrecken und sich eine Weile auf dessen Spitze zu konzentrieren, um das natürliche Zittern zu bemerken. Im Alter nimmt dieses Zittern zu. Auch dies ist ein völlig normaler Vorgang, denn die Koordination und die Bewegungsfähigkeit von Muskeln sind im Alter nicht mehr so leistungsfähig wie bei einem jungen Menschen.
Zittern kann darüber hinaus eine natürliche Schutzfunktion des menschlichen Körpers sein. So beispielsweise bei großer Kälte. Sinkt die Körpertemperatur unter einen Wert von etwa 35 Grad Celsius, so beginnt der Körper zu zittern, um einem Auskühlen entgegenzuwirken. Das Zittern dient also der Erhöhung der Körperwärme, welche wiederum durch einen steigenden Energieverbrauch im Organismus ausgelöst wird.
Wie man sieht, ist das Zittern als natürliche Körperreaktionen teilweise erwünscht, teilweise aber auch nicht. Beispiel Sport: Es gibt einige Sportarten, in denen eine ruhige Hand bzw. ein ruhiger Körper unbedingt vonnöten sind. So sinken beispielsweise im Schießsport die Trefferquoten enorm, wenn sich das Zittern erhöht. Teilweise werden dafür bedenkliche Gegenmaßnahmen ergriffen, wie etwa der Konsum von Alkohol, durch den das Zittern unterdrückt werden soll. Nicht umsonst spricht man im Volksmund auch von „Zielwasser“.
Der physiologische Tremor
Die zuvor beschriebenen Phänomene (und einige weitere) lassen sich unter einem Oberbegriff zusammenfassen: der physiologische Tremor. Dieser Tremor tritt also z. B. bei Schmerz, Angst, extremer Kälte oder anderen stressigen Situationen auf. Jeder Gesunde hat schon einen geringfügigen Handtremor (Zittern) gehabt, als er extremen Schmerz erlitt, fror oder Angst hatte.
Der physiologische Tremor kann darüber hinaus durch Nervenkrankheiten und Leiden wie MS (Multiple Sklerose) verursacht werden. Das Zittern tritt in diesem Fall ständig oder auch phasenweise auf. Es lässt sich mit speziellen Hilfsmitteln wie z. B. dem Mollii Suit oder dem Exopulse Suit in den Griff bekommen.
Manche Menschen weisen einen verstärkten physiologischen Tremor auf. Ein Arzt kann feststellen, ob es sich um einen verstärkten physiologischen Tremor handelt, oder ob es andere Ursachen für den Tremor gibt.
Anlaufstationen
Viele Betroffene fragen sich: Was kann ich tun, wenn ich über einen längeren Zeitraum ein verstärktes oder gar ein behinderndes Zittern habe, und dieses noch nicht zufriedenstellend von einem Arzt abgeklärt wurde?
Grundsätzlich gilt: Es gibt zwar viele unterschiedliche Arten und Ausprägungen eines Tremors, die dadurch verursachten Probleme sind jedoch bei fast allen Betroffenen ähnlich oder sogar gleich. Durch diese Tatsache ergibt sich aber auch die Gefahr, bei einer Eigendiagnostik oder Fremddiagnostik durch einen unerfahrenen Arzt eine falsche Diagnose zu stellen, weil sich die Symptome so sehr gleichen. Dabei kann die Eigendiagnostik bzw. die Fremddiagnostik ohne entsprechenden Erfahrungshintergrund sehr gefährlich sein, insbesondere dann, wenn der Tremor durch eine andere, sehr ernste Krankheit ausgelöst wird.
Es bedarf somit einer umfangreichen medizinischen Untersuchung, damit die genaue Ursache für den Tremor und die evtl. dahinter stehende Krankheit erkannt und richtig diagnostiziert werden kann. Daher sollten Betroffene möglichst keine Zeit verlieren, sich nicht im Internet durch unzählige Seiten mit teilweise veralteten und falschen Informationen kämpfen, sondern besser folgenden Weg gehen:



