Hornhaut – was ist das?

Eine Frau hat trockene Haut und Hornhaut an den Füßen
Eine Frau hat trockene Haut und Hornhaut an den Füßen

Warum haben wir Menschen überhaupt Hornhaut?

Hornhaut bildet der Mensch an vielen Stellen am Körper, beispielsweise kann sich Hornhaut auch an den Händen oder den Ellbogen bilden.

Die Haut (lateinisch Cutis) umgibt als natürlichen Schutz unseren Körper. Dabei ist die Haut mehrschichtig aufgebaut, wobei die verschiedenen Schichten auch verschiedene Aufgaben übernehmen. Wichtig für unser Hornhaut-Problem ist die Oberhaut (Epidermis). Sie besteht aus mehreren Schichten sich verhornender toter Zellverbände (Plattenephitel). Tot bedeutet, dass die Oberhaut nicht von Blutgefäßen und Nervenzellen durchzogen ist. Sie ist also schmerzunempfindlich. Die ersten Nerven (Schmerzrezeptoren) finden sich in der darunter liegenden Schicht, der Lederhaut (Dermis).

Mit Hornhaut ist die Oberhaut gemeint, die tatsächlich sehr dünn ist (nur 0.03 bis 0.05 mm). Lediglich an den Handinnenflächen und unter den Füßen ist sie einige Millimeter dick. Diese Oberhaut verhornt nun. Damit ist die Ablagerung absterbender Zellen gemeint, die langsam eine Hornschicht bilden. Darunter bildet sich ständig neue Oberhaut, so dass die abgestorbene Hornhaut langsam dicker wird.

Bei äußerlichen Einwirkungen, wie Druck, Reibung, etc. wird nun die Verhornung stärker und dicker. Dies ist als natürlicher Schutzmechanismus unseres Körpers vorgesehen, um die darunter liegenden Hautschichten zu schützen.

Betroffen sind häufiger die Fußsohlen, die Fersen, aber auch die Handinnenflächen. Wir können die Hornhautbildung zum Beispiel häufig bei Handwerkern beobachten, welche tagtäglich mit schweren und harten Materialien zu tun haben. Diese nennen die Hornhautbildung an den Handinnenflächen gerne auch Schwielen. Oft passiert es dann auch, dass diese Schwielen aufplatzen oder sich in Blasen verwandeln.

Die allermeisten Menschen sind selbst von Hornhautbildung betroffen. Meist an den Fußsohlen oder Fersen, aber auch an den Handinnenflächen tritt Hornhaut regelmäßig auf. Beinahe jeder Handwerker hat Hornhaut in den Handinnenflächen (Schwielen) und Menschen, die viel stehen oder laufen müssen (zum Beispiel Verkäufer, Vertreter) haben Hornhaut an den Füßen.

Warum ist Hornhaut für unseren Körper wichtig?

Wie eben schon genannt, ist die Hornhaut eine Schutzfunktion unseres Körpers, vor allem dient sie dem Schutz der Haut, welche ansonsten aufreißen und bluten würde. Um Belastungen und Druck standhalten zu können, ist die Hornhaut also eine eher praktische Funktion unseres Körpers. Haben wir beispielsweise einen Job in dem wir lange und viel stehen oder laufen müssen, so neigen wir eher zur Hornhautbildung, als würden wir nur in einem Büro sitzen. Auch das Schuhwerk welches wir tragen, kann dazu beitragen und Hornhautbildung fördern. Nicht selten tragen wir zu enge oder einfach falsche Schuhe, welche unseren Fuß nicht unterstützen, sondern zusätzlich belasten.

Warum bildet sich übermäßige Hornhaut an den Füßen?

Manchmal kann die Hornhautbildung wirklich lästig sein, vor allem dann, wenn es scheinbar keinen Sinn macht, dass sich an den Stellen Hornhaut bildet. Die übermäßige Hornhaut fängt schließlich an zu jucken, trocknet die betroffenen Hautstellen aus und kratzt.

Auch wer eine eher trockene Haut hat, kann die Hornhautbildung begünstigen. Die Hautbarriere ist dementsprechend gestört und muss diese durch den natürlichen Schutzmechanismus ausgleichen. Fehlstellungen an den Füßen, wie beispielsweise Senk- und Spreizfuß, Hammerzehen oder Fersensporn, kann zu einer vermehrten Hornhautbildung beitragen. Fragen Sie beispielsweise Verkäuferinnen, die mehrere Stunden am Tag stehen und laufen müssen, so würden diese Ihnen wahrscheinlich ebenfalls von diesen Problemen berichten können.

Im Alter ist die Gefahr von trockener Haut an den Füßen, und damit übermäßiger Hornhautbildung, sehr viel größer und auch Diabetiker müssen besonders aufpassen, dass sie keine trockenen oder rissigen Füße bekommen. Kommt dann auch noch eine Neuropathie hinzu, so werden Hühneraugen und Rhagaden oft erst viel zu spät bemerkt.

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